Wer sich in einem Fitnessstudio anmeldet, der erwartet professionelle Betreuung durch einen Fitnesstrainer. Die Besucher von Fitnessstudios sind heutzutage bezüglich Alter sehr gemischt. Die Muckibude aus früheren Zeiten gehört zum größten Teil der Vergangenheit an. Heute gehen der Pensionär ebenso wie junge Menschen mehr oder weniger oft an die Geräte und tun etwas für ihre Gesundheit. Doch gerade bei ganz jungen sowie älteren Menschen ist es ein unbedingtes Muss, dass ausschließlich Fachkräfte die Übungen an den verschiedenen Geräten erklären. Auch sind es immer häufiger Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden, wie zum Beispiel Rückenproblemen, die Fitness betreiben müssen, damit sie ihre Probleme wieder in den Griff bekommen. Und auch hier sind Fachkenntnisse vom Trainer gefordert. Einen Laien darf man nicht mit solchen Aufgaben betrauen.
An den Fitnesstrainer werden daher immer höhere Ansprüche gestellt. In den letzten Jahren hat sich dies deutlich bemerkbar gemacht. In der Vergangenheit konnte sich fast jeder “Trainer” nennen, der mal, übertrieben gesagt, eine Hantel in der Hand und ein wenig trainiert hatte. Das sieht heute ganz anders aus – zum Glück. Heute sollte ein Trainer in einem qualitätsorientierten Fitnessstudio mindestens eine Fitness-Trainer-B-Lizenz vorweisen können. Weitergehende Lizenzen sind natürlich von Vorteil.
Viele Organisationen bieten solche Trainerkurse an und bilden die angehenden Trainer optimal aus und bereiten sie auf die Arbeit in einem Fitnessstudio vor. Dabei sind die Ausbilder vom Fach und in den Bereichen Medizin, Trainings- und Ernährungswissenschaft und in der Sportpraxis kundig. Wer die Fitness-Trainer-Ausbildung angehen möchte, muss nicht zwangsläufig aus den genannten Bereichen kommen. Auch Neu- und Quereinsteiger haben die Möglichkeit, die Trainerprüfung zu absolvieren. Lerninhalte aus der Sportmedizin sind die Anatomie der Wirbelsäule, das Erkennen und Beseitigen muskulärer Dysbalancen sowie die Diagnose und Therapie von ausgewählten Sportverletzungen. In der Trainingslehre wird sich mit der Trainingsmethodik sowie Anpassungserscheinungen, Aufbau von sportartspezifischen Trainingsprogrammen und der Trainingsplanung beschäftigt. Als Besonderheit wird hier auf das Training für die Frau eingegangen. Weiter wird auf die Bewegungslehre, Sportpsychologie, Sport und Ernährung und sportpraktisches Handeln eingegangen. Voraussetzungen, damit man sich für eine Trainerausbildung anmelden kann, sind in der Regel ein Alter von 17 Jahren sowie die mittlere Reife oder Berufsabschluss.