Beweglichkeitstraining – Dehnen und Stretchen

Dehnübungen kennt jeder Sportler. Das Dehnen wird heute auch als Beweglichkeitstraining bezeichnet und hat in den vergangenen Jahren einen steten Wandel erfahren. Noch vor den 80er Jahren kannte man als Dehnen nur das klassische, dynamisch aktive Dehnen, bei dem man nicht in einer Position verharrte, sondern immer eine gewisse Zeit lang leicht nachfederte. Nach dieser Zeit gewann immer mehr das permanente und sanfte Dehnen die Oberhand, was dann auch als Stretching die Sportler begeisterte. Im Laufe der Zeit kam dann die Kombination aus Krafttraining und Dehntraining dazu. Ob sich nun das Stretching gegenüber dem Dehnen behaupten konnte, wurde wissenschaftlich kaum nachgewiesen. Dadurch zeichnete sich erneut ein Wandel ab, denn das Beweglichkeitstraining wurde nun stärker eingesetzt. Beweglichkeitstraining als trainingsbegleitende Maßnahme wird auch heute noch stark genutzt, da es sich als wirksam und gesundheitserhaltend erwiesen hat. Auch hier ist wie beim Dehnen zu beachten, dass die Übungen nur nach Aufwärmen der Muskulatur durchgeführt werden dürfen.
Die Methoden des Dehnens sind unterschiedlich, dienen jedoch alle der Verbesserung der Beweglichkeit beziehungsweise der Gelenkigkeit. Bezüglich des Beweglichkeitstrainings, des Dehnens und Stretchings gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen und Literaturangaben. Bei einem Beweglichkeitstraining wird jedoch unterschieden zwischen aktiven und passiven Dehnen und dynamischen und statischem Dehnen. Die beiden Methoden können auch miteinander kombiniert werden. Hierbei ist zu beachten, dass die aktive und dynamische Dehnung einen höheren Schwierigkeitsgrad aufweist, weshalb diese Übungen von Fortgeschrittenen durchgeführt werden können. Für den Einsteiger eignen sich die passive und statische Dehnung am ehesten. Zur gezielten Verbesserung der Beweglich durch die statische Dehnung sollte die Dehndauer 45 Sekunden betragen. Hingegen ist es bei der dynamischen Dehnung eher schwierig, eine Empfehlung über die Wiederholungszahl zu finden. Vorteilhaft ist hierbei, sich an der Dehndauer für das statische Dehnen zu halten.
Die Beweglichkeit oder Gelenkigkeit ist Grundvoraussetzung für das Ausführen vieler Bewegungen, nicht nur im sportlichen Bereich. Auch in der Alltagsmotorik kann ungenügende Beweglichkeit die Lebensqualität negativ beeinflussen. Ein Beispiel ist das Schuhe binden. Manche Menschen haben bei solchen kleinsten Bewegungsabläufen schon Probleme. Ist die Beweglichkeit nicht gegeben, können Bewegungstechnik und Koordination beeinträchtigt sein. Ebenso können muskuläre Dysbalancen auftreten, die durch ein regelmäßiges Beweglichkeitstraining verhindert werden können.

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